Beschreibung
- Riesling 100%
- weiß, trocken
- 12,5% Vol.
- Trinkreife: 2029–2054
- mineralisch
- voll & rund
- frische Säure
- Lobenberg: 97–100/100
- Suckling: 98/100
- Decanter: 97/100
- Jancis Robinson: 17,5+/20
- Deutschland, Nahe
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Gut Hermannsberg, Ehemalige Weinbaudomäne, 55585 Niederhausen / Nahe, DEUTSCHLAND
Lobenberg: Eine der spektakulärsten Weinbergslagen der Welt. Wie ein Amphitheater umschließt der rote Fels eine kleine Bühne auf der nur der Riesling so beeindruckend Ergebnisse bringt. Die Wurzeln wurzeln tief im Ryolithgeröll. Ständig kühler Luftzug in diesem Weinberg. Das Ryolithgeröll ist sehr harter Fels, fast an Feuerstein erinnernd. Porphyrmäßig. Direkt hinter den Reben fängt das Felsmassiv an und umschließt dieses Amphitheater und ist ein riesiger Wärmespeicher für die Reben. Die Weine werden spontan vergoren, die Weinbergsbearbeitung ist biologisch. Intensive Reduktionsnote, wilder und noch rauchiger als im Vorjahr, rauchig-würzig, feiner Schieferstinker, dann etwas Tonicwater, Limettenzeste, milde Amalfizitrone, grüne Aprikose. Die Nase ist von den drei GGs Hermannsberg, Kupfergrube und Bastei die ausladendste, intensivste und tiefste, aber im Jungstadium dennoch der Unnahbarste. Dennoch ist das hier reiner Riesling-Purismus. Ganz reife, warme Zitrusfrucht, Yuzu, Pomelo, etwas schlanke Melone darunter, deutlich Grapefruit, Orangen, Flint, viel Zitronengras. Karg und doch hochintensiv am Gaumen, auch hier diese schicke, reife, warme Zitrusfrucht mit Orangenschale, Grapefruit, Orangenblüten. Karsten Peters sagt das ist die kühlste, feinste und filigranste Bastei, die er je gemacht hat. Ich kann nur sagen, es wirkt auf eine unbeschreibliche Art filigran und elegant und dennoch aromatisch reif, einnehmend und ergreifend. Ein extremer Wein und doch lässt er einen nicht los in seiner packenden Art. Feine Tanninstruktur, enorme Konzentration, alle Regler auf rechts. Felsentürmchen von Dönnhoff oder Schäfer Fröhlich sind vergleichbar, was die Steinigkeit angeht. Karsten Peters Meisterwerk in Purismus und mineralischer Ausstrahlung. Der zweijährige Turnus tut diesem steinigen Monument mehr als gut, braucht viel Zeit in seiner Tiefe und Substanz, aber dann geht die Post ab. 97-100/100





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