Beschreibung
- Cabernet Sauvignon 65%, Merlot 30%, Petit Verdot 5%
- rot, trocken
- 14,0% Vol.
- Trinkreife: 2028–2060
- Verpackt in: 12er OHK
- tanninreich
- voluminös & kräftig
- Lobenberg: 99–100/100
- Suckling: 99/100
- Jeb Dunnuck: 98+/100
- Weinwisser: 96–98/100
- Wine Cellar Insider: 96–98/100
- Parker: 95–97+/100
- Galloni: 95–97/100
- Vinum: 18,5/20
- Gerstl: 20/20
- Frankreich, Bordeaux, Pessac Leognan
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Domaine de Chevalier, , 33850 Léognan, FRANKREICH
Lobenberg: Die Domaine de Chevalier ist seit 2009, aber so richtig erst seit 2015, eines der Topweingüter aus Pessac-Léognan. Es steht für mich inzwischen auf einer Stufe mit den Superstars Smith Haut Lafitte, Seguin und Haut Bailly. Im Weingut wird komplett biodynamisch gearbeitet, es ist aber nicht zertifiziert. Sehr alte Reben, Dichtpflanzung, winzige Erträge von unter 500 Gramm je Stock. Seit einigen Jahren nun ist Stéphane Derenoncourt, Starönologe aus Saint-Émilion, Berater und Önologe auf dem Weingut. Alles wird komplett entrappt und gesunde braune Rappen später wieder selektiv hinzugegeben, um die Full-Bunch-Würze und Frische zu erreichen. Es sollen aber auf keinen Fall grüne Aromen dazukommen. Die Vergärung geschieht spontan in offenen Holzgärständern. Sehr moderates Überpumpen, aber auf keinen Fall hartes Runterstoßen, keine starke Extraktion. Die Ernte läuft in vielen Lesegängen, um wirklich optimal reife Trauben zu holen. Die vollständig entrappten Beeren werden dann per Laseroptik auf optimale Reife untersucht – nur das Beste kommt ins Töpfchen. Die spontane Gärung erfolgt dann temperaturkontrolliert über einen langen Zeitraum. Der Ausbau dann später in diversen Gebinden, von Betoneiern über Amphoren und Tonneaux bis zu Stückfässern und klassischen Barriques, zum Teil neues Holz. Die Zukunft der Domaine de Chevalier hat spätestens mit 2015 begonnen. In Bordeaux gab es 2020 eine unglaubliche Regenmenge im Frühjahr. Während der frühen, aber perfekten Blüte, blieb es zwei Wochen lang trocken, direkt danach gab es wieder Regenfälle. Von Mitte Juni bis Mitte August fiel dann allerdings kein einziger Tropfen Regen mehr. Bei Sandböden war das ein Desaster – die Reben bekamen Trockenstress. Bei Lehmböden, wie wir sie in den besten Lagen des Médoc und Pomerol haben, oder auf reinem Kalkstein, wie oft in Saint-Émilion, war das überhaupt kein Problem. Am linken Ufer fielen dann Mitte August circa 80 Millimeter Regen. Ende August nochmal 15 Millimeter. Danach war es den ganzen September über trocken. Also ziemlich perfekte Bedingungen für hervorragendes Terroir, perfekte Bedingungen für hohe Reife und satte Tanninwerte, bei recht moderater Säure. Domaine de Chevalier 2020: Wow, was für eine Nase! Ich dachte nicht, dass man 2019 wiederholen kann. So eine hohe Intensität. Blütenduftig, aber feine Blüten. Nicht so üppige Veilchen, sondern ganz zarte helle Blüten. Darunter Burgund pur. Gevrey-Chambertin – mit der ganzen Kirschigkeit, die man auch dort vermutet und erwartet. Helle Zwetschge darunter, spielerisch und doch hochintensiv. Totale Finesse im Mund. Sauerkirsche, viel Zwetschge, aber junge Zwetschge. Grandiose Länge, im Finale pinke Grapefruit, Johannisbeere, Limette und Salz. Lang, spielerisch und fein. Auch hier ein sehr klassisches Jahr. Und wie 2019 in dieser wunderbaren Balance zwischen Reife und Frische laufend, wobei die Frische, die Finesse, die Feinheit, Zartheit und drahtige Power überwiegen. Was für ein extrem schicker Wein, so gut wie der grandiose 2019, 2019 aufregender, 2020 vielleicht gar tiefgründiger? Pessac Leognan 2020 ist eine grandiose Erfolgsstory und die besten Weine der Appellation sind vielleicht noch besser als 2019, also besser denn je….99-100/100





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