Beschreibung
- Merlot 80%, Cabernet Sauvignon 20%
- rot, trocken
- 14,5% Vol.
- Trinkreife: 2031–2073
- Verpackt in: 6er OHK
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 100+/100
- Jeb Dunnuck: 98/100
- Galloni: 98/100
- Suckling: 98/100
- Neal Martin: 97–99/100
- Parker: 97/100
- Gerstl: 20/20
- Frankreich, Bordeaux, Pomerol
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Clinet, , 33500 Pomerol, FRANKREICH
Lobenberg: Momentan umfasst das Château zehn Hektar. 2019 besteht aus 80 Prozent Merlot und 20 Prozent Cabernet Sauvignon. Die Cabernet wurde 1950 angelegt, ist also 70 Jahre alt. Hier gibt es ein großes Band von Kies, ähnlich wie bei Château Latour. Entstanden ist es vor rund 1,3 Millionen Jahren als Flussablagerung. Das erklärt den hohen Cabernet-Anteil. Nach dem Frost von 1956 wurden alle neuen Lagen mit Merlot bestockt, aber inzwischen wächst der Anteil an Cabernet Sauvignon. Die Cabernet Franc eignet sich für diese Böden nicht besonders, deswegen gibt es sie hier auch nicht. Der Alkoholgehalt in 2019 liegt bei 14,5 Volumenprozent. Clinet, das gebe ich ehrlich zu, ist einer meiner Lieblinge. Ein Pomerol mit so viel Cabernet Sauvignon, die gleichzeitig so reif wird. Das ist schon außergewöhnlich. Auch außergewöhnlich schick, weil es rote Frucht gibt. Das ist die Kombination eines großen Saint-Juliens mit einem Pomerol. So ist auch die Nase. Ein bisschen Sanddorn mit roter Kirsche, mit Schattenmorelle und roter Kirsche. Ein Hauch Erdbeere an der Seite, hochintensiv. Rotfruchtig, dann kommt schwarze Kirsche. Es kommen Eukalyptus und Minze. Eine wunderbare, hocharomatische Nase, mit Cabernet up front. Der Mund entspricht dem total. Süße rote Frucht bis zum Abwinken. Hochintensive, süße rote Johannisbeere. Aber keinerlei Paprika, sondern eher süße rote Kirsche und süße Zwetschge. Das Ganze mit Sanddorn, Salz und Karamell vermischt. Die Merlot vermag sich überhaupt nicht dominant ins Bild zu setzen – und das ist wunderbar so. Sie steht nur im Hintergrund mit ihrer schwarzen Kirsche, gibt dadurch den Rahmen und macht den Pomerol aus. Das Finale wieder mit Salz und Sanddorn, mit Karamell und rot hochrollender süßer Frucht. Das Gegenteil eines Blockbusters, weil er so unglaublich geschliffen ist. Die Tannine sind nicht vorhanden. Natürlich sind sie in Wahrheit vorhanden, aber sie sind seidig, samtig, nicht scharf, nicht grün. Einfach nur schick. Trotzdem hat der Wein richtig Grip und richtig Biss. Enorme Spannung. Eine Steigerung gegenüber 2018, weil 2019 einfach mehr Spannung hat und etwas mehr Frische. Deshalb ist er etwas aufregender. Eine große Kombination in einem großen Wein. Für mich ein archetypischer Clinet, aber ein völlig atypischer Pomerol. Auch atypisch Rechtes Ufer. Wenn man mir den Wein als Pessac-Léognan vorstellen würde, dann könnte ich das glauben. Ich finde, das ist großes Kino. Das Großartige an diesem Wein ist die unglaubliche Energie. Wenn ich ihn vergleichen sollte, dann würde ich sagen er liegt irgendwo zwischen der Feinheit eines Domaine de Chevalier und der Intensität und Rotfruchtigkeit eines Ducru-Beaucaillou. Das Ganze mit der feinen Üppigkeit und den wärmenden Händen von Pomerol im Rücken. Zusammen mit Eglise Clinet, Vieux Château Certan und L´Evangile einer der ganz großen Weine des Jahrgangs 2019 in Pomerol. Fairerweise muss man Trotanoy sicherlich dazuzählen, aber da gibt es so winzige Mengen. Auf jeden Fall ein Riesenstoff! 100+/100





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